18.12.2014

Wichtige Änderung: Anti-BOGiDA Protest findet am kommenden Montag auf dem Marktplatz vor dem alten Rathaus statt

Initiates file downloadFlyer für den 22. Dezember

Die für kommenden Montag (22.12.2014) geplante Protestveranstaltung des Bündnisses „Bonn stellt sich quer“ die sich gegen die rassistische BOGiDA-Veranstaltung richtet, findet am Marktplatz, unmittelbar vor dem historischen Rathaus statt.

Damit ist der fremdenfeindlichen Bewegung die Möglichkeit genommen ihre Hassparolen vor dem Rathaus auszutragen. Ursprünglich war den Gegenprotest am Bonner Kaiserplatz geplant. „Bonn stellt sich quer“ hatte aber vorausschauend auch den Marktplatz angemeldet, falls es entgegen den Ankündigungen von BODiGA doch zu Änderungen kommen sollte. „Unsere Befürchtungen haben sich bestätigt“, dass die hauptsächlich aus Pro-NRW und Neonazis initierte Bewegung alles versuchen wird, um direkt in das Herz der Bonner Innenstadt zu gelangen. Es ist ihnen aber nicht gelungen, dass sie ihre Hetzparolen vor das Rathaus tragen könne“, so Martin Behrsing vom Ko-Kreis und Anmelder der Gegendemo von „Bonn stellt sich quer“.

Das Bündnis geht davon aus, das mindestens so viele Teilnehmer, wie vergangenen Montag zur Gegenkundgebung kommen werden. Auch die Polizei hat angekündigt, dass sie am kommenden Montag in wesentlich verstärkter Zahl vor Ort sein wird. „

Die erfolgreiche Gegenprotestveranstaltung mit rund 4.000 Teilnehmern am vergangenen Montag hat gezeigt, dass ein breites Bündnis der Bonner Bevölkerung und Menschen aus dem Umland nicht mit solch einer rassistischen Veranstaltung einverstanden sind. So etwas passt nicht in die internationale Stadt Bonn und den hier lebenden Menschen aus 187 Nationen. Auch diesmal gehen wir wieder von einem breiten Protest aus“, so Jürgen Repschläger , vom Ko-Kreis „Bonn stellt sich quer“.

Montag, 22.12.2014
18.00 Uhr Marktplatz, Bonn vor dem Rathaus.

Noch einmal: Nein zum BOGIDA-Spaziergang. Wieder keinen Platz für Rassisten in unserer Stadt. Bonn stellt sich quer auch am 22. Dezember 2014

Wenn Nazis, wenn Rassisten in unsere Stadt kommen und mit ihren Hassparolen das offene bunte und friedliche Zusammenleben der Zivilgesellschaft stören möchten, stellen wir uns quer.

Am 15. Dezember 2014 konnte der sogenannte Abendspaziergang von Rassisten unter dem Motto „Bonner gegen die Islamisierung des Abendlandes" nicht stattfinden, weil unsere Protestaktion groß und stark war. Am 22. Dezember will BOGIDA einen zweiten Versuch starten. Doch auch dann zeigen wir ebenso deutlich wie am 15. Dezember und am 1. Mai 2012 und an all den anderen Tagen: Nazis und Rassisten sind unerwünscht!

Ganz gleich, in welchem Gewand sie daher kommen, als offene Nazis, als „Pro“-vokateure einer vorgeblichen Bürgerbewegung, als Schläger unter der Bezeichnung Hooligans oder seit Neuestem als „Volk“ gegen die Islamisierung des Abendlandes, wahlweise PE (Patriotische Europäer) oder DÜ (Düsseldorf) oder eben BO als angebliche „Retter“ des Abendlandes – es geht immer um Dasselbe: Hass schüren und Hetzen, Rassismus.

Die berechtigte Furcht vor Terroristen und Gewalttätern, die sich gegen den Willen der meisten Menschen muslimischen Glaubens selbst zu Vorkämpfern eines angeblichen Islam erklärt haben, wird vermengt mit Ärger und Unzufriedenheit über alles Mögliche, was schief liegt in den Städten, Land, Bund oder EU, von der prekären Situation vieler Rentner und vor allem Rentnerinnen und der Wohnungsnot bis zu Fehlleistungen der Politiker, „die das eigene Volk belügen und verraten“ („Volksverräter“ - die gefährlichen Parolen gab es schon mal!) Aus diesem Gemisch wird das selbsternannte geplagte „Volk“. Dies ist ein neuer Versuch der rechten populistischen Szene, bei den vielen Unzufriedenen Fuß zu fassen und sie an sich zu binden, was leider z. B. in Dresden bereits ganz gut gelang. Von Woche zu Woche wird deutlicher, dass auch bekannte Nazis mitmischen, in Bonn ist das nachweisbar in der Person der Anmelderin, Melanie Dittmer, mit ihren engen Verbindungen zu Nazi- und rechtsextremen Gruppierungen und Personen in der Vergangenheit und Gegenwart.

Um ein anderes Erscheinungsbild als bisher bekannte Rassisten abzugeben, ruft die Pegida-Bewegung nicht zu Demonstrationen auf, sondern zum „friedlichen Abendspaziergang“ geschmückt mit Martinslaternen. Doch die Parolen „gegen Salafisten in Bonn, gegen die Islamisierung des Abendlandes und gegen eine völlig fehlgeleitete Flüchtlingspolitik und Ausländerpolitik in Deutschland,“ „für eine stringente Abschiebepolitik, für die Freiheit des Volkes“ stehen unverhohlen für Hass und Rassismus.

Hier wird einmal mehr die Ablehnung aller Muslime und aller Flüchtlinge gefördert und dies mit der Idee verbunden, durch sie würden Freiheit und Wohlergehen eingeschränkt. Einmal mehr wird auch versucht, Gruppen Benachteiligter gegeneinander auszuspielen. Wir haben hier in Bonn eine andere Tradition: Wir begrüßen und unterstützen Geflüchtete, die nach ihren langen und leidvollen Fluchtwegen in unsere internationale Stadt kommen, und kritisieren scharf Abschiebungen wie vor wenigen Tagen aus dem Paulusheim. Wir wollen mit den Geflüchteten ebenso ein friedliches, respektvolles Zusammenleben wie mit allen anderen Menschen in unserer Stadt, gleich welcher Herkunft, Hautfarbe, Religion, Kultur, Sprache, sexueller Orientierung oder sonstiger Unterschiede zum eigenen Selbst. Wir wollen nicht zulassen, dass Benachteiligte sich gegen Flüchtlinge ausspielen lassen, denn diese nehmen ihnen nichts weg, sie sind nicht die Verantwortlichen für ihre prekäre Situation.

Liebe Bonnerinnen und Bonner, bitte folgt dem Aufruf der BOGIDA auch am 22. Dezember und in der Zukunft nicht und zeigt deutlich: Auch mit Abendspaziergängen und Martinslaternen und Transparenten „Wir sind das Volk“ - sie sind es nicht! Sie sind wie alle Rassisten gefährlich für die Bevölkerung in Stadt und Land, zuallererst für Zugewanderte und Flüchtlinge. Deshalb stellt Bonn sich quer!

Bonn stellt sich quer ruft auf: Kommt am Montag, 22. 12. um 18:00 Uhr auf den Kaiserplatz! Wir wollen den Rassisten wieder entschlossen entgegentreten!

15.12.2014

Bonn setzt gemeinsames Zeichen: Tausende blockieren BOGIDA-Demonstration - Rassistischer „Spaziergang“ fand nicht statt

Schon lange vor Beginn der beabsichtigten BOGIDA-Veranstaltung strömten Jung und Alt auf den Kaiserplatz um deutlich zu machen: In Bonn sind Rassisten und Nazis unerwünscht. Hier ist friedliches Zusammenleben in guter Nachbarschaft
gewollt.
Als BOGIDA mit knapp 100 Teilnehmern schließlich unter Polizeischutz erschien, war der Kaiserplatz durch die Gegenkundgebung so gut gefüllt, dass bereits absehbar war, dass der "Spaziergang" der Rassisten nicht möglich sein
würde. Rund 4000 Bonnerinnen und Bonner bekräftigten immer wieder, das Rassisten in Bonn unerwünscht, Flüchtlinge aber willkommen sind. Derart umgeben von entschlossenen Menschen, musste die kleine BOGIDA-Schar unter Polizeischutz auf dem Kaiserplatz ausharren, die geplante Demonstration konnte nicht stattfinden.

"Wir haben gemeinsam einen guten Abend lang gezeigt, dass es in Bonn für Rassisten keinen Platz gibt. Falls BOGIDA wiederkommen möchte, werden wir wieder präsent sein, " so die Sprecherin von Bonn stellt sich quer, Susanne Rohde, nach Abschluss der Protestversammlung. „Und wir werden viele neue Ideen haben.“

Es gibt aber auch Wermutstropfen in der positiven Bilanz des Abends. „Die Personalpolitik der Polizei ist nicht nachvollziehbar“, kritisiert Jürgen Repschläger, der für das Bündnis die Kooperationsgespräche mit der Polizei geführt hat. „Die Gespräche mit der Bonner Polizei waren zwar konstruktiv, aber leider ohne Belang für die konkrete Situation vor Ort, da die Einsatzleitung in den Händen von ortsfremden Kräften lag, die sich über die getroffenen Vereinbarungen uninformiert zeigten.“ Dies führte gerade zu Beginn der Kundgebung zu einigen brenzligen Situationen.

"Einige Polizeibeamte haben einen Teil unserer Kundgebung ziemlich brutal angegriffen: Da hat es Griffe ins Gesicht gegeben, blutige Nasen und kurzzeitige Festnahmen. Wir verurteilen das, wie auch schon den Pfeffersprayeinsatz am 1.Mai 2012, für den sich Polizeipräsidentin Brohl-Sowa eigentlich entschuldigt hatte und Besserung gelobte. Warum muss das immer wieder sein? " erklärte Simon Ernst, Ko-Moderator von Bonn stellt sich quer am heutigen Abend.

14.12.2014

Bonn stellt sich quer zum "Abendspaziergang" von Bogida: Stolpersteine mahnen gegen Antisemitismus und Rassismus

Der Weg, den die Rassisten von Bogida bei ihrem sogenannten Abendspaziergang in Bonn nehmen werden, trägt Stolpersteine. Diese erinnern mit der Aufschrift „Hier wohnte..“ mit Namensnennung an einzelne Opfer des Rassenwahns der Nazis. Für diese Nachbarinnen und Nachbarn von einst begann die Verfolgung mit hetzerischen Parolen gegen „alle Juden“. Sie führte zu Vertreibung, Entrechtung, Deportation und schließlich millionenfachem Mord. Die Hetze der Rassisten heute richtet sich gegen alle Muslime, alle Flüchtlinge. „Wehret den Anfängen, haben wir aus der deutschen Geschichte gelernt. Deshalb stellen wir uns jedem Versuch von Rassisten und Nazis entgegen, Plätze und Straßen Bonns für sich zu erobern,“ bekräftigte Susanne Rohde, Sprecherin des Bündnisses, die Aufforderung von Bonn stellt sich quer zu einer großen Versammlung auf dem Kaiserplatz, unweit des Mahnmals für die Opfer des Faschismus.

Pressemitteilung
Bonn, 14.12.2014

Susanne Rohde, Sprecherin T. 0176 51801977
www.bonn-stellt-sich-quer.de

12.12.2014

Rechtsextreme stecken hinter der bürgerlichen Maske von BOGIDA - Bonn stellt sich quer ruft zu friedlicher Versammlung auf

Hinter der Sammlungsbewegung von Islam- und Fremdenfeinden, die am kommenden Montag unter dem Kürzel BOGIDA ("gegen Islamisierung des Abendlandes") auch in Bonn auftreten will, stehen keineswegs die harmlosen, aber geängstigten und unzufriedenen Menschen, die sie anlocken wollen. Die Auffassung von Bonn stellt sich quer, dass Nazis und andere Rechtsaußen nicht nur ungewollte Teilnehmende sind, sondern diese neue gefährliche Sammlungsbewegung am rechten Rand aktiv betreiben, teilen mittlerweile weite Teile der Politik, bis hin zu den Innenministern.

Dass es sich nicht um eine böse Behauptung handelt, lässt sich leicht an der Person nachweisen, die den Aufmarsch für kommenden Montag in der vorweihnachtlichen Innenstadt angemeldet hat. Melanie D. hat im Netz zahlreiche Spuren hinterlassen, die sie als Rechtsaußen-Aktivistin kennzeichnen. Nach jahrelangem Engagement in der berüchtigten Dortmunder Neonaziszene, z.B. in der als militant geltenden Kameradschaft "Deutsche Nationalisten", in den Neunzigerjahren wechselte sie später zur rechten "Identitären Bewegung Rheinland" und wurde Beisitzerin im Parteivorstand von ProNRW. Jüngstes Beispiel für ihre kontinuierlichen Aktivitäten war die Teilnahme an der Hogesa-Demonstration in Köln mit ihren heftigen Gewalttätigkeiten. Gern posiert Melanie H. für Fotos an der Seite des rechtsradikalen Rapmusikers Julian Fritsch alias Max Damage.

"Wir wollen diesem neuen Versuch von Rassisten und Neonazis, in unserer Stadt aufzumarschieren, gemeinsam, friedlich und entschlossen entgegentreten und versammeln uns dazu am Montag um 18 Uhr auf dem Kaiserplatz," erneuert Susanne Rohde, Sprecherin von Bonn stellt sich quer, den Aufruf des Bündnisses, für den es bereits breite Zustimmung gibt.

Bonn, 12. 12. 2014 Susanne Rohde, Sprecherin T. 0176 51801977

12.12.2014

Zu Kenntnis: Superintendent Wüster - "Fremdenhass mit dem christlichen Menschenbild nicht vereinbar"

Evangelische Kirche in Bonn unterstützt alle Menschen, die am kommenden Montag gegen den "BOGIDA-Veranstaltung" demonstrieren

Auch die evangelische Kirche in Bonn unterstützt alle Menschen, die am kommenden Montag gegen den "BOGIDA"-Veranstaltung demonstrieren. "Es ist mit dem christlichen Menschenbild nicht vereinbar, Stimmung zu machen gegen Menschen, erst recht nicht gegen Menschen, die gerade alles verloren haben und hilfesuchend zu uns kommen", erklärt Superintendent Eckart Wüster vom Evangelischen Kirchenkreis Bonn. Hinter dem geplanten sogenannten "Abendspaziergang" unter dem Motto "Bonner gegen die Islamisierung des Abendlandes" verberge sich eine höchst fragwürdige Ansammlung rechtspopulistischer Gruppen und Personen, die die Not und die Angst vieler Menschen zu ihren Gunsten nutzen wollten. Das zeigten vergleichbare Veranstaltungen jüngst in anderen Städten. "Wir müssen wachsam bleiben, wenn wir das friedliche Zusammenleben der Menschen in unserer Stadt und Region bewahren wollen", betont Superintendent Wüster. "Umso dankbarer sind wir für die so vielen Menschen, Vereine, Kirchengemeinden und Gruppen in Bonn und der Region, die sich aktuell für Flüchtlinge engagieren."

Weitere Infos: www.bonn-evangelisch.de

11.12.2014

Veränderter Platz - unveränderte Entschlossenheit: Bogida ist am Kaiserplatz - wir auch.

Bonn stellt sich quer ruft auf:

Kommt am Montag, 15. 12. um 18:00 Uhr auf den Kaiserplatz!
Wir wollen den Rassisten entschlossen entgegentreten!

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11.12.2014

Nein zum BOGIDA-Spaziergang – Bonn stellt sich quer: Kein Platz für Rassisten in unserer Stadt

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Wenn Nazis, wenn Rassisten in unsere Stadt kommen und mit ihren Hassparolen das offene bunte und friedliche Zusammenleben der Zivilgesellschaft stören möchten, stellen wir uns quer.

Am 15. Dezember 2014 soll ein sogenannter Abendspaziergang von Rassisten unter dem Motto „Bonner gegen die Islamisierung des Abendlandes“ stattfinden. Dann zeigen wir ebenso deutlich wie am 1. Mai 2012 und an all den anderen Tagen: Nazis und Rassisten sind unerwünscht!

Ganz gleich, in welchem Gewand sie daher kommen, als offene Nazis, als „Pro“-vokateure einer vorgeblichen Bürgerbewegung, als Schläger unter der Bezeichnung Hooligans oder seit Neuestem als „Volk“ gegen die Islamisierung des Abendlandes, wahlweise PE (Patriotische Europäer) oder DÜ (Düsseldorf) oder eben BO als angebliche „Retter“ des Abendlandes – es geht immer um Dasselbe: Hass schüren und Hetzen, Rassismus.

Die berechtigte Furcht vor Terroristen und Gewalttätern, die sich gegen den Willen der meisten Menschen muslimischen Glaubens selbst zu Vorkämpfern eines angeblichen Islam erklärt haben, wird vermengt mit Ärger und Unzufriedenheit über alles Mögliche, was schief liegt in den Städten, Land, Bund oder EU, von der prekären Situation vieler Rentner und vor allem Rentnerinnen und der Wohnungsnot bis zu Fehlleistungen der Politiker, „die das eigene Volk belügen und verraten“ („Volksverräter“ - die gefährlichen Parolen gab es schon mal!) Aus diesem Gemisch wird das selbsternannte geplagte „Volk“. Dies ist ein neuer Versuch der rechten populistischen Szene, bei den vielen Unzufriedenen Fuß zu fassen und sie an sich zu binden, was leider z. B. in Dresden bereits ganz gut gelang.

Um sich von früher bekannten Nazis oder Rassisten abzuheben, wird jetzt auch nicht demonstriert, sondern zum „friedlichen Abendspaziergang“ geschmückt mit Martinslaternen aufgerufen. Indem man „gegen Salafisten in Bonn, gegen die Islamisierung des Abendlandes und gegen eine völlig fehlgeleitete Flüchtlingspolitik und Ausländerpolitik in Deutschland,“ „für eine stringente Abschiebepolitik, für die Freiheit des Volkes“ ist, wird unverhohlen Hass und Rassismus geschürt. Und natürlich sind die Nazis mit dabei, für den Düsseldorfer Abendspaziergang mobilisieren z. B. die NPD und die "Rechte“.

So wird einmal mehr die Ablehnung aller Muslime und aller Flüchtlinge gefördert und dies mit der Idee verbunden, durch sie würden Freiheit und Wohlergehen eingeschränkt. Einmal mehr wird auch versucht, Gruppen Benachteiligter gegeneinander auszuspielen. Wir haben hier in Bonn eine andere Tradition: Wir begrüßen und unterstützen Geflüchtete, die nach ihren langen und leidvollen Fluchtwegen in unsere internationale Stadt kommen, und kritisieren scharf Abschiebungen wie vor wenigen Tagen aus dem Paulusheim. Wir wollen mit den Geflüchteten ebenso ein friedliches, respektvolles Zusammenleben wie mit allen anderen Menschen in unserer Stadt, gleich welcher Herkunft, Hautfarbe, Religion, Kultur, Sprache, sexueller Orientierung oder sonstiger Unterschiede zum eigenen Selbst. Wir wollen nicht zulassen, dass Benachteiligte sich gegen Flüchtlinge ausspielen lassen, denn diese nehmen ihnen nichts weg, sie sind nicht die Verantwortlichen für ihre prekäre Situation.

Liebe Bonnerinnen und Bonn, bitte folgt dem Aufruf der BOGIDA nicht und zeigt deutlich: Auch mit Abendspaziergängen und Martinslaternen und Transparenten „Wir sind das Volk“ - sie sind es nicht! Sie sind wie alle Rassisten gefährlich für das Volk, das Land, die Stadt.

Bonn stellt sich quer! Bonn stellt sich quer ruft auf: Kommt am Montag, 15. 12. um 18:00 Uhr auf den Kaiserplatz! Wir wollen den Rassisten entschlossen entgegentreten!

Susanne Rohde, Sprecherin von „Bonn stellt sich quer!“ und der Koordinierungskreis von "Bonn stellt sich quer" Bonn, 10.12. 2014

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20.01.2014

Am 22. November in Remagen: Gemeinsam gegen Nazis

Pressemitteilung gegen die Nazidemonstration am 22. November 2014 in Remagen

Die vielfältigen Aktionen des Bündnisses "Bonn stellt sich quer" gegen die Nazidemonstration am 1. Mai 2012 in Beuel waren ein riesiger Erfolg: Nicht noch einmal haben rechte Kameradschaften versucht, in Bonn eine vergleichbare Demonstration durchzuführen.

Unterdessen hat sich in unserer Nachbarstadt Remagen eine jährliche Demonstration etabliert, die zur größten ihrer Art zwischen Köln und Frankfurt zählt. Nur 20 Bahnminuten von Bonn entfernt führen die Neonazis seit 2007 jährlich einen Trauerzug durch, um die nach dem 2. Weltkrieg hier inhaftierten deutschen Kriegsgefangenen zu Helden und wahren Opfern des 2. Weltkriegs zu stilisieren.

Dabei wurde die Demonstration vorwiegend von dem gewaltbereiten und militanten rechten Spektrum organisiert. Die Kameradschaft Aktionsbüro Mittelrhein feierte einst Solidaritätspartys für die NSU, zur Zeit wird gegen 26 Mitglieder wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung, Körperverletzung und schwerem Landfriedensbruchs ermittelt.

Trotzdem ist die Demonstration der Rechtsradikalen erlaubt, sodass unsere Region am 22. November wieder Anziehungsort für rechtsextreme Kameradschaften und Organisationen aus ganz NRW und Rheinland-Pfalz sein wird.

Wir rufen erneut die Bonner Bürgerinnen und Bürger auf, sich gemeinsam der NS-Verherrlichung in Remagen friedlich und entschlossen entgegenzustellen und die Gegenproteste unserer lokalen Partner zu unterstützen: Von verschiedenen Bündnissen sind eine Meile der Demokratie, eine Demonstration und eine Kundgebung in Rufweite der Naziroute geplant.

Kommt zur Infoveranstaltung des Bündnisses NS Verherrlichung stoppen am Donnerstag, den 20. November im Musikcafé Limes in der Theaterstraße 2 in Bonn. Lasst uns zahlreich am 22. November um 9:45 am Gleis 1 treffen, um gemeinsam nach Remagen zu fahren und die Neonazipropaganda nicht unwidersprochen stehen zu lassen oder kommt selbständig nach Remagen.

Bündnis für Frieden und Demokratie - http://buendnis-remagen.jimdo.com/ 

Remagen nazifrei - https://linksunten.indymedia.org/de/node/124171