„Bonn stellt sich quer“: Faschistischen Aufbau am 13.12.2017 in Bonn stoppen!

Beginn/Auftakt: 18:00 Uhr Kaiserplatz Bonn –
Demo an dem Haus der Burschenschaft der Raczeks vorbei – zurück zum Kaisplatz - Abschlusskundgebung

Andreas Karsten von der neofaschistischen „Kontra Kultur Halle“, der Identitären Bewegung (IB) nahestehend, sollte am 13.12. bei den Raczeks Bonn über den Aufbau einer Jugendbewegung referieren! Faktisch wäre dieser Vortrag einem Vorbereitungstreffen zum weiteren Ausbau der Identitären Gruppe in Bonn gleich gekommen. Dieser Termin ist nun abgesagt worden. Dennoch gibt es für uns gute Gründe trotzdem an einer Demonstration festzuhalten, da die Racczeks Burschenschaft weiterhin an dem Ausbau und Zusammenarbeit mit den Identitären festhalten wird.

Die Raczeks sind eine Burschenschaft, die seit ihrer Forderung eines ,,Ariernachweises“ bundesweit bekannt ist.

Die Identitären sind der „Neuen Rechten“ zuzuordnen, deren Mitglieder vornehmlich im Studentenmilieu gewonnen werden. Aber aus der AfD, der NPD bis hin zum faschistischen Dritten Weg werden Mitglieder rekrutiert. Wie von der IB veröffentlichte Videos belegen, trainieren sie nach dem Vorbild von „Wehrsportgruppen“ auf den Straßenkampf ausgelegtem Kampfsport. Von Mitgliedern der Identitären gehen politisch motivierte Gewalttaten aus, wie im Februar in Lübeck, als Volker Zierke mit einem Messer einem Antifaschisten in den Hals stach. Auch Andreas Karsten stand selbst bereits wegen Körperverletzung vor Gericht!

Nun wollen sich die Identitären mit den Raczeks vernetzen, 2 faschistischen Organisationen, die gut zusammenpassen. Aber: Wir treten dem entschieden entgegen! Gerade jetzt in Zeiten des Rechtsrucks, brennender Flüchtlingsheime und des AfD-Wahlerfolgs heißt es für alle Bonner: Wir zeigen klare Haltung gegen jegliche Nazi-Aktivitäten! Kommt am 13.12. und demonstriert mit uns gegen diese rechte Burschenschaft.

Bei den Protesten gegen den Bonner Pegida-Ableger, Bogida, haben wir gezeigt, wie erfolgreich Aktionen gegen Rechts sind: Tausende Bonner kamen auf die Straße und haben gemeinsam Bogida blockiert! Auch bei kleineren Aktionen von PRO NRW oder der AfD wurde schnell Protest organisiert. Dies gilt es nun gegen IB/Raczeks zu wiederholen.

Den Abschluss der Demonstration möchten wir die zahlreichen Hausdurchsuchungen vom Dienstag (5.12.2017) von Anti G20-DemonstratInnen thematisieren. In diesem Zusammenhang wurden allein in Bonn 9 Wohnungen von jungen Gewerkschaftsmitgliedern durchsucht und Computer und Handys beschlagnahmt. Unseres Erachtens diente diese Aktion der Hamburger Polizei einzig dazu von der öffentlichen Kritik an ihrem Verhalten während des gesamten G20-Gipfels und ihrer peinlichen Beweisnot rund um die Geschehnisse am Rondenbarg abzulenken. Gleichzeitig wird eine Art Sippenhaft konstruiert, dass alle Demonstranten Gewalt wollten, auch die daran Unbeteiligten. Wir weisen darauf hin, dass am Samstag, den 09.12.2017 um 14:00 Uhr zum Friedensplatz Bonn auch noch eine Kundgebung gegen die Repression zusammen mit Betroffenen und Angehörigen stattfindet. Hierzu laden wir auch ein.

Lasst uns gemeinsam gegen Rechts und Repressionen aufstehen und dem möglich wirksam entgegentreten

07.12.0217