Aufruf: Am 12. November gegen Nazis in Remagen querstellen!

Am 12. November wollen militante Nazis im 20 Minuten von Bonn entfernten Remagen aufmarschieren. Das Bündnis „Bonn stellt sich quer“ ruft dazu auf, sich an den Gegenprotesten in Remagen zu beteiligen und den Aufmarsch der Nazis durch Blockaden zu verhindern.

Treffpunkt aus Bonn am 12. November ist der Bonner Hauptbahnhof. Die genaue Uhrzeit wird noch online bekannt gegeben. Alle Interessierten sind eingeladen, sich am großen Bonner Anti-Nazi Vorbereitungstreffen der Bonner Jugendbewegung (BJB) zu beteiligen: Am 4. November um 18 Uhr im DGB Haus Bonn gibt es nähere Hintergründe zum Aufmarsch, sowie die letzten Informationen zu den Blockaden.
Neben Blockaden finden folgende Aktionen in Remagen statt:
• Demonstration des Bündnisses „NS-Verherrlichung stoppen“
• Meile der Demokratie und Kundgebung auf dem Markt

Details sind zeitnah im Internet:
http://www.bonn-stellt-sich-quer.de/ ,
http://remagen.blogsport.de/ ,
http://www.buendnis-remagen.de/ ,
http://remagen-nazifrei.de/ ,
oder in Facebook zu finden

Hintergründe zum Aufmarsch:
Bei ihren jährlichen Aufmärschen in Remagen berufen sich die Nazis offen und positiv auf den deutschen Faschismus, auf Adolf Hitler und die deutsche Wehrmacht. Nach dem 2. Weltkrieg wurden Wehrmachtsoldaten in den Rheinwiesenlagern, u.a. in Remagen, festgehalten. Die Nazis behaupten, dass dort der wahre Völkermord geschehen sei und rufen zu einem ,,zentralen Heldengedenken" nach Remagen auf.
Zu den alten Verbrechen der Nazis kommen ihre heutigen Verbrechen: Die da marschieren und gedenken wollen, kommen aus dem Umfeld der gewaltbereiten Kameradschaften, von denen viele mittlerweile wegen ihrer unzähligen Angriffe auf Migranten verboten sind. Heute sind viele von ihnen in Parteien wie der NPD organisiert, da sie somit vor Verbotsverfahren geschützt sind.
Für die Neonazis sind Aufmärsche wie in Remagen besonders wichtig. Sie versuchen, in Dörfern und kleineren Städten Unterstützer zu gewinnen, und dann mit ihrer Hetze in die Städte zu ziehen. Wir dürfen solche menschenverachtende Hetze nicht tolerieren!
Wir wollen mit vielen Menschen gemeinsam und entschlossen die Nazis aufhalten. Wir werden uns dort, wo die Nazis marschieren wollen, auf die Straßen setzen. Nicht nur bei den Protesten gegen den Naziaufmarsch in Bonn Beuel 2012 oder gegen den Bonner PEGIDA-Ableger „BOGIDA“ hat sich gezeigt: Solche Blockaden sind nicht nur ein legitimes Mittel des zivilen Ungehorsams, sondern vor allem ein wirksames Mittel gegen Nazis und rechte Hetzer.