BSSQ kritisiert Polizei wegen falscher Angabe von Demoteilnehmern - Identitäre Bewegung hatte leider auch gewaltbereite Neonazis und Hooligans mit im Gepäck

Pressemitteilung BSSQ vom 20.11.2018

Das Bündnis „Bonn stellt sich quer“ kritisiert die Bonner Polizei wegen falscher Angaben, was die Anzahl der Teilnehmer des Gegenprotestes am Sonntag gegen die Kundgebung der „Identitären Bewegung“ angeht. Die Polizei hatte gegenüber der Presse von ca. 300 Teilnehmer gesprochen. Tatsächlich waren es jedoch über 800 Teilnehmer. Dem Bündnis ist es völlig unklar, wie es zu einem so krassen Missverhältnis kommen konnte.

„Wir gehen davon aus, dass die Polizei nur die Menschen auf dem Platz der Vereinten Nationen gezählt haben und den Gegenprotest in dem Bereich Heussallee/Kurt-Schuhmacher-Straße außen vorgelassen haben. Tatsächlich haben sich dort die meisten Teilnehmer unseres Protestes aufgehalten und so die Kundgebung der „Identitären Bewegung“ quasi eingekesselt. Damit war es der rechten Kundgebung nicht gelungen irgendeine Außenwirkung zu erzielen,“ so Martin Behrsing, Sprecher von „Bonn stellt sich quer“.

In diesem Zusammenhang weist das Bündnis darauf hin, dass die Behauptungen der „Identitären Bewegung“ nicht stimmen, wonach sie mit Neonazis nichts zu tun hätten. Am Sonntag waren bei der rechten Kundgebung eine erhebliche Anzahl von Teilnehmern aus der gewaltbereiten Neonazi- und Hooliganszene aus dem Ruhrgebiet und Köln dabei.

20.11.2018