Dittmer deutlich in die Schranken gewiesen – Hetzdemo wurde abgesagt: „Bonn stellt sich quer“ ruft deshalb zu einer Demo gegen die ausufernde rassistische Gewalt auf

„Bonn stellt sich quer“ ist darüber erfreut, dass das zivilgesellschaftliches Engagement der vielen Bonnerinnen und Bonner zu einer Absage der Demonstration am Samstag in Bad Godesberg geführt hat. Die Anmelderin Melanie Dittmer hat heute ihre für Samstag geplante Demonstration abgesagt. „Bonn stellt sich quer“ ruft deshalb dazu auf erst morgens sich an der vom Paritätischen organisierte Menschenkette gegen Rassismus um die Universität zu beteiligen und anschließend dieses Zeichen gegen Rassismus mit einer Demonstration vom Bahnhofsvorplatz Bad Godesberg zum Theaterplatz nach Bad Godesberg zu transportieren. Unter dem Motto „Gegen die ausufernde rassistische Gewalt“ soll die ursprünglich geplante Route der Neonazis genommen werden.

Dazu Martin Behrsing, Sprecher von „Bonn stellt sich quer“:

„Das zivile Engagement der vielen und vor allem jungen Menschen von „Bonn stellt sich quer“ hat sich ausgezahlt. Neonazis und Rassisten bleiben in ganz Bonn weiterhin unerwünscht. Frau Dittmer blieb dadurch keine andere Wahl mehr, als ihre geplante Hetzdemo abzusagen. Sie hätte eine Kundgebung auf einen Platz machen müssen, wo sie ungehört bleiben würde und ihr geplanter Demonstrationszug wäre erst gar nicht zustande gekommen, da der Weg schon im Ansatz wahrscheinlich über Stunden blockiert gewesen wäre. Die zu erwarteten Demonstrationsteilnehmer hätten auf unsere Seite bei weiten Tausend überstiegen.

Um so wichtiger ist es, am Samstag gemeinsam klar zu stellen, dass nicht nur Neonazis, sondern auch Rassismus nirgendwo toleriert werden dürfen. Wir werden deswegen am Samstag uns zuerst an der Menschenkette gegen Rassismus beteiligen und dann um 13 Uhr gemeinsam für die Rechte von Flüchtlingen und gegen rassistische Gewalt in Bad Godesberg auf die Straße gehen!“

Treffpunkt für die Demo: Samstag, 18. Juni | 13 Uhr | Bahnhofsvorplatz Bad Godesberg

15.06.2016