Neonazis und Rassisten am 18. Juni in Bonn-Bad Godesberg blockieren

Für ein buntes, solidarisches und friedliches Bonn! Neonazis und Rassisten aus den Reihen der sogenannten „Identitäten Bewegung“, „Pro-NRW“ und „Widerstand Ost-West“ wollen am Samstag den 18. Juni 2016 erneut mit einer angeblichen „Großdemonstration“ durch Bonn-Bad Godesberg marschieren. Was den Nazis vor wenigen Wochen mit ein paar Dutzend Beteiligten nur kläglich-provokant gelang und den Abscheu vieler BürgerInnen hervorrief, soll unter anderem Etikett neu aufgelegt werden: Der tragische Tod von Niklas K. wird zum Anlass genommen, um ausländerfeindliche Hetze zu verbreiten. „Gegen die ausufernde Jugendgewalt zumeist mit Migrationshintergrund“ ist das Motto der Neonazis. Dabei verschweigen die Organisatoren, dass gerade rassistische Gewalttaten im vergangenen Jahr um 40% zugenommen haben, mehr als 50 davon gibt es jeden Tag! Das ist die ausufernde Gewalt, die uns Sorgen machen sollte und Sorgen macht!

Gerade Pro-NRW ist dafür bekannt, dass sie unter dem Schutz der Polizei bewusst mit allen Mitteln der Menschenverachtung Gewalt provozieren. Der Tod von Niklas K. kommt ihnen gerade recht, um schon jetzt ihren ausländerfeindlichen Wahlkampf für 2017 mit ihren bekannten Widerlichkeiten zu beginnen. Hinter der Neonazi-Demonstration stehen dieselben Organisatoren, die auch schon 2014/2015 mit „BogIdA“ versucht haben, in Bonn Fuß zu fassen. Mit dabei werden sicher wieder führende und ehemalige Köpfe aus der NPD, den Freien Kameradschaften und autonomen Nationalisten sein. Sie sind bekannt durch Angriffe auf Gewerkschaftskundgebungen und gewalttätige Übergriffe gegen Andersdenkende, Flüchtlinge und alle, die nicht in ihr Bild passen. Solche faschistischen Verbrecherinnen und Verbrecher dürfen nicht durch unsere Straßen marschieren!

Gegen den Neonazi-Aufmarsch werden wir Protest und Widerstand organisieren und diese Demonstration des Hasses verhindern. Wir wenden uns gegen jede Form von Neonazismus, Antisemitismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit und knüpfen an unsere erfolgreichen Gegenproteste seit 1. Mai 2012 an. Falls der Aufmarsch nicht verboten wird, sehen wir uns als Demokratinnen und Demokraten in der Pflicht, uns den Neonazis in den Weg zu stellen. Unser Ziel ist es mit kreativen, friedlichen und entschlossenen Versammlungen und Massenblockaden den Aufzug der Neonazis zu verhindern. Von uns wird dabei keine Eskalation aus gehen. Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich daran zu beteiligen.

Darüber hinaus rufen wir alle Bonner Bürgerinnen und Bürger dazu auf, durch Aushang von Plakaten, Transparenten und viele weitere eigene fantasievolle Aktivitäten Flagge zu zeigen und gemeinsam deutlich zu machen, dass Neonazis in Bonn auf Protest und Widerstand stoßen.
Treffpunkte für Versammlungen und Blockaden:

12:30 Theaterplatz
12:30 Rüngsdorfer Straße/Ecke Rheinallee, von Groote-Platz (also direkt am Rondell)
12:30 Moltkestraße vor dem Bahnhof

Bonn Stellt sich Quer – Neonazis Blockieren!
Hashtag twitter: #bssq #nodittmer #nopronrw #bonn

30.05.2016