Noch einmal werden Neonazis den Gedenkort von Niklas P. nicht einnehmen

„Bonn stellt sich quer“ hatte für gestern 09.06.016 zu einer Versammlung von „Bonn stellt sich quer“ eingeladen, um über die Gegenaktivitäten am 18.06.2016 zu sprechen. An diesem Tag wollen Neonazis und Pro-NRW erneut den tragischen Tod von Niklas P. benutzen, um gerade gegen Mitbürgerinnen und Mitbürger mit muslimischen Glauben zu hetzen. Geplant ist eine sog. Großdemonstration vom Trauer- und Gedenkort von Niklas P. zum Bad Godesberger Theater und zurück. „Bonn stellt sich quer“ will es diesmal auf keinen Fall hinnehmen, dass Rechtsextreme den Trauer- und Gedenkort für sich vereinnahmen und einen Aufmarsch durch die Bad Godesberger Innenstadt machen können. Deshalb hat „Bonn stellt sich quer“ für den 18.06.2016 den kompletten Bereich hinter dem Bahnhof Bad Godesberg (Rheinallee, Rüngsdorfer Str., Von-Groote-Platz), den Bahnhofsvorplatz und die komplette Bad Godesberger Innenstadt für Gegendemonstrationen angemeldet. Zudem ruft der Paritätische Wohlfahrtsverband Bonn am Vormittag im Rahmen eines bundesweiten Aktionstag gegen Rassismus zu Bildung einer Menschenkette rund um die Universität auf.

Dazu Martin Behrsing, Sprecher von „Bonn stellt sich quer“ :
„Das ausgerechnet am bundesweiten Aktionstag gegen Rassismus Rassisten und Neonazis zu einer Hetzdemo gegen Menschen mit muslimischen Glauben aufrufen, ist an Dreistigkeit kaum noch zu überbieten. Doch die Menschen werden sich ihren Aktionstag nicht nehmen lassen und werden diese Menschenkette durchführen. Zudem haben der Paritätische und die Gewerkschaften im Anschluss daran zur Teilnahme an unseren Gegenprotesten aufgerufen.

Wir werden es diesmal ganz bestimmt nicht zulassen, dass Neonazis den Trauer- und Gedenkort für ihre Hetze ein zweites Mal missbrauchen. Aber wir gehen auch davon aus, dass die Polizei diesen Ort nicht zur Verfügung stellen wird.

Zu dem Aufruf der Neonazis: „Gegen ausufernde Jugendgewalt zumeist mit Migrationshintergrund“ teilen wir mit, dass es gerade Neonazis und Rassisten sind, von der zunehmende Gewalt zu verzeichnen ist. Mittlerweile gibt es jeden Tag fast 50 gewalttätige Übergriffe auf Flüchtlinge oder Anschläge auf deren Unterkünfte. Viele dieser Taten kann man auch Mordversuche bezeichnen. Und gerade solchen Menschen, die auch andere zu solchen Taten ermutigen wollen wir in Bonn keinen Platz geben.“

Treffpunkte für Versammlungen und Blockaden:
12:30 Theaterplatz
12:30 Rüngsdorfer Straße/Ecke Rheinallee, von Groote-Platz (also direkt am Rondell)

10.06.2016