Rechtsextreme Hetzdemo am Mahnmal von Niklas P. in Bad Godesberg am Samstag (18.06) verboten

Ausgerechnet am bundesweiten Aktionstag gegen Rassismus wollen Rechtsextreme den tragischen Tod von Niklas P. nutzen, um gegen Mitbürgerinnen und Mitbürger in Bonn-Bad Godesberg zu hetzen. Doch ihren geplanten Aufmarsch und und die Kundgebungsorte hat die Polizei Bonn so nicht erlaubt. Stattdessen müssen Neonazis und Pro-NRW mit einem Kundgebungsplatz in deutlicher Entfernung zum Gedenkort und einer Demoroute durch das Villenviertel in Bad Godesberg vorlieb nehmen. „Bonn stellt sich quer“ hat die Kundgebungsorte (Rheinallee Ecke/Rüngsdorfer Straße und Dürenstraße/Ecke Rheinallee) angemeldet.

Damit ist das Ziel von „Bonn stellt sich quer“ erreicht, dass der Gedenkort und die Bad Godesberger Innenstadt zur Instrumentalisierung von Niklas P. tragischen Tod tabu sind. Vorsorglich hatte „Bonn stellt sich quer“ alle wichtigen Plätze in Bad Godesberg für Gegenproteste angemeldet. Das Bündnis rechnet nun damit, dass die bekannte rechtsextremistische Anmelderin Melanie Dittmer dagegen klagen wird. In einer Bündnisversammlung am vergangenen Donnerstag hatte „Bonn stellt sich quer“ deutlich gemacht, dass man einen solchen Aufmarsch und Kundgebung durch friedliche Gegenproteste und Blockaden verhindern wird. Dazu wird es am Donnerstag 16.06., 17.00 Uhr am Theaterplatz ein öffentliches Blockadetraining geben.

Zu den Gegenprotesten rufen inzwischen auch der DGB Bonn und der Paritätische auf. Diese werden am Samstagvormittag eine Menschenkette um die Universität Bonn bilden und damit ein Zeichen gegen Rassismus setzen. Anschließend rufen sie nach Bad Godesberg zum Gegenprotest auf.

Kundgebungsorte Samstag 18.06.2016 ab 12.30 Uhr:

Rheinallee Ecke/Rüngsdorfer Straße
Dürenstraße/Ecke Rheinallee

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14.06.2016