Rechtsextreme stecken hinter der bürgerlichen Maske von BOGIDA - Bonn stellt sich quer ruft zu friedlicher Versammlung auf

Hinter der Sammlungsbewegung von Islam- und Fremdenfeinden, die am kommenden Montag unter dem Kürzel BOGIDA ("gegen Islamisierung des Abendlandes") auch in Bonn auftreten will, stehen keineswegs die harmlosen, aber geängstigten und unzufriedenen Menschen, die sie anlocken wollen. Die Auffassung von Bonn stellt sich quer, dass Nazis und andere Rechtsaußen nicht nur ungewollte Teilnehmende sind, sondern diese neue gefährliche Sammlungsbewegung am rechten Rand aktiv betreiben, teilen mittlerweile weite Teile der Politik, bis hin zu den Innenministern.

Dass es sich nicht um eine böse Behauptung handelt, lässt sich leicht an der Person nachweisen, die den Aufmarsch für kommenden Montag in der vorweihnachtlichen Innenstadt angemeldet hat. Melanie D. hat im Netz zahlreiche Spuren hinterlassen, die sie als Rechtsaußen-Aktivistin kennzeichnen. Nach jahrelangem Engagement in der berüchtigten Dortmunder Neonaziszene, z.B. in der als militant geltenden Kameradschaft "Deutsche Nationalisten", in den Neunzigerjahren wechselte sie später zur rechten "Identitären Bewegung Rheinland" und wurde Beisitzerin im Parteivorstand von ProNRW. Jüngstes Beispiel für ihre kontinuierlichen Aktivitäten war die Teilnahme an der Hogesa-Demonstration in Köln mit ihren heftigen Gewalttätigkeiten. Gern posiert Melanie H. für Fotos an der Seite des rechtsradikalen Rapmusikers Julian Fritsch alias Max Damage.

"Wir wollen diesem neuen Versuch von Rassisten und Neonazis, in unserer Stadt aufzumarschieren, gemeinsam, friedlich und entschlossen entgegentreten und versammeln uns dazu am Montag um 18 Uhr auf dem Kaiserplatz," erneuert Susanne Rohde, Sprecherin von Bonn stellt sich quer, den Aufruf des Bündnisses, für den es bereits breite Zustimmung gibt.

Bonn, 12. 12. 2014 Susanne Rohde, Sprecherin T. 0176 51801977

12.12.2014